Das Wohnmobil

Ich hatte mehrere Versuche den Geröllheimer als Wohnmobil zuzulassen. Die einen wollten mich fast vom Hof jagen,wie ich auf so eine Idee käme, der andere konnte es sich grundsätzlich vorstellen, wollte aber nicht die Bereifung eintragen. Da die Bereifung jetzt aber eingetragen war, warum nicht nochmal versuchen! Termin ausgemacht und einfach hingefahren. Der Prüfer machte mir bei den Vorabgesprächen den Eindruck eines 110%! Beim Termin vor Ort hatte er erst einmal alle Unterlagen geprüft bevor es losging! Am Fahrzeug hatte er sich als erstes am vorderen linken Reifen zur Seite geneigt,als wolle er die Bereifung prüfen, mein Gedanke war, die sind doch jetzt eingetragen, was willst du da jetzt noch! Fehlalarm, er nur die Fahrgestellnummer geprüft. „So jetzt zeigen Sie mal wo das hier ein Wohnmobil ist“! Also habe ich die hinteren Türen geöffnet und die Sitzplätze,Tisch und das ausklappbare Bett gezeigt.Dann die „Küche“ mit Spüle Kochfeld und natürlich den Stauraum der ja wohl großzügig vorhanden war! Resultat, alles in Ordnung Wohnmobil eingetragen! Aber, was kostet jetzt die Versicherung für ein Wohnmobil!!!!!!! Alles gut, brauch man gar nicht drüber reden !!!!

Die Bereifung

Wie bereits erwähnt war das mit der Eintragung nicht so einfach! Habe mit DB in Berlin bezüglich Freigabe Korrespondiert,mit dem Ergebnis, „hier können wir nicht weiter helfen, schauen sie ob Sie im Netz ein Gutachten finden“! Na vielen Dank für die Auskunft! Also weiter geforscht. Einen Händler hatte ich gefunden, der hätte mir die Eintragung vollzogen, aber die finanzielle Vorstellung ging mir dann doch zu weit! „Bringen sie mir das Fahrzeug wir schauen was sonst noch gemacht werden muß für die Eintragung und dann können sie das Fahrzeug wieder abholen! Wir sprechen hier von ca. 150 km hin, abgeben,jemanden finden der mich wieder mit zurück nimmt und das Ganze wieder bei der Abholung, ich nicht weiss was hat er am Fahrzeug gemacht und die „Krönung“ war noch, dass sollte im 4 stelligen Kostenrahmen sein! Ja Götz von Berlichingen!! Ich habe dann in einem Forum für Wohnmobilselbstausbau einen Eigentümer eines 1120AF gefunden der mir Auskunft gab wie er die Bereifung Eingetragen bekommen hatte! Also den TÜV mit der Erfahrung der Eintragung angeschrieben. Rückantwort: Herr ….. ist nicht mehr bei uns tätig! Ja Himmel ….und Zwirn! Wieder den Eigentümer angeschrieben , der hat sich erkundigt und heraus gefunden das der Spezialist einen neuen Bezirk hat. Auch hier wieder die entsprechende TÜV Niederlassung angeschrieben und versucht einen Termin zu vereinbaren. Antwort: Ich mache keine Eintragungen mehr,da ich für den gesamten Bezirk zuständig bin, aber Herr…. weiss Bescheid ,er kümmert sich darum! Na da war jetzt aber Licht im Tunnel! Telefon in die Hand und gleich Fakten schaffen. „Haben Sie Unterlagen zu den Felgen und der Bereifung“ Ja habe ich bekommen! „Haben Sie eine Tachoangleichung gemacht und prüfen lassen“ Nee habe ich nicht. „Na dann machen Sie das noch und dann vereinbaren wir einen Termin! Ja so machen wir es. Um das Ganze zum Thema Tachoprüfung abzukürzen , habe ich einen Tachodienst in der Nähe gefunden, der mittels GPS die Funktion geprüft hat. Durch die Stadt mit 100 Sachen von der Auffahrt auf die Autobahn“oh der fährt ja 100“, keine Ahnung normal fahre ich nicht so schnell! Nun alles OK 80 Euro leichter und der Prüfer hatte seinen Spass! Nun ging es zum Eintragen der Bereifung. Ich bin dann etwa 120 km gefahren und mir gedacht, wer ist eigentlich so bescheuert, nimmt sich Urlaub um irgendwo am LKW Bereifung einzutragen! Nach einem kurzen Gespräch mit dem Prüfer, sind wir dann gemeinsam zu Objekt, er hat sich hinter dem Fahrzeug gebückt und der Kommentar war:“Schöne Bodenfreiheit“ Das war alles!!!!

Wo war die versteckte Kammera!!!!!

Die Zulassung

Aus Gründen der Geländegängigkeit und dem ersten Schritt der Drehzahlreduzierung wurden die Trennscheiben gegen die dem Zeitgeist entsprechende Bereifung getauscht. Nun steht das Mobilheim auf 385-65-22,5 Schlappen.Über die Dimension ob 20“ oder 22,5“ oder oder gibt es genug Meinungen. Also habe ich lange im Netz gesucht und recherchiert und dann einen Händler meines Vertrauen gefunden. Also bestellt bezahlt und auch abgeholt um noch hier und da einen Tipp zu bekommen. Wenn man jahrelang am PKW rumschraubt und dann plötzlich mit LKW Reifen hantiert,ist das doch schon eine andere Dimension. Nicht meckern, Wagenheber raus und drauf mit den Dingern.Ich muß schon sagen, der Geröllheimer sieht nun schon beeindruckend aus, so als würde er fragen“wo steht das Klavier“. Nun, Räder montieren und das ganze Eintragen lassen ist o eine Geschichte…….. Ich habe auch hier recherchiert ohne großes Ergebnis und bin dann halt mal zum TÜV um die Bereifung und den Geröllheimer erst mal als LKW bis 7,49 to zulassen zu können! Der Herr dort war sehr entgegenkommend, hat lange im Kämmerchen geforscht bezüglich Bereifung und kam dann mit dem Hinweis, „Das mit dem LKW ist kein Problem, aber die Bereifung da brauche ich …………….das von ihnen sonst geht da nix! Naja, wenigstens konnten wir ihn jetzt erst einmal zulassen !

Die Farbe

Mit der Farbe war es so eine Sache, in Hessen bekommt man das „Signalrot“ bei einem Feuerwehrfahrzeug nicht zugelassen, also mußten wir die Farbe unkenntlich machen, deshalb wurde erst einmal das Ganze in Geröllfarben gestalltet. Wann ist die beste Zeit dafür, natürlich am Feiertag ! Also am Vatertag bei ungefähr 25° im Schatten die Farbe ( 2K ) gemischt und versucht die Farbe mittels Rolle auf zu bringen. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine Erfahrung mit 2 K Lack.Also Rolle in die Farbe eintauchen schön abstreichen und los geht es! Mist, wo kommen auf einmal die „Fäden“ aus dem Lack her,ich hätte platzen können vor Wut, denn wenn man was macht soll es ja auch etwas aussehen zum Schluss! Ich vermute, dass der Lack im Prinzip beschlossen hat schon auf der Rolle zu trocknen und nicht auf dem Blech, vermutlich haben hier die Aussentemperatur und das Mischungsverhältnis trotz Waage nicht zusammen gepasst! Unser Trost war, dass dies nur zum Zwecke der Zulassung war und bei dem Totalumbau später sowieso „Richtig“ gemacht wird, Erfahrung haben wir ja nun!

Wie alles begann

Wie das so ist im Leben, hat man erst mal das Ziel, ist der Weg lang !

Wir wollten unbedingt einen Allrad LKW zum Womo umbauen, da aber der Platz im Rhein Main Gebiet für solche Aktivitäten begrenzt sind, haben wir eine Scheune gekauft. Problem hierbei ist, es gab es sie nur mit einem sanierungsbedürftigen Haus, was wir nun seit drei Jahren in Eigenleistung sanieren. Gut Ding will weile haben!

Aber eine Ende ist nun in Sicht und eine Auszeit für den Umbau der Kabine zu Schlafzwecken und der Einbau der Küche haben wir uns trotz all dem gegönnt !